"Fehler" - meine GuteGedankenDosis
Perfektion ist ein Mythos❣️ ICH bin ein Individuum, einzigartig, gut so, wie ICH bin❣️ Nur MEINE Zweifel geben MEINEM Handeln das Prädikat "Fehler"❣️ Es sind MEINE wertvollen Erfahrungen, sie machen MICH zu dem, der ICH bin❣️ ICH bin gut❣️ ICH bin wertvoll❣️ ICH bin❣️
Wikipedia schreibt: "Ein Fehler ist die Abweichung eines Zustands, Vorgangs oder Ergebnisses von einem Standard, den Regeln oder einem Ziel. Er wird auch definiert als „Nichterfüllung einer Anforderung“; dabei wird die Anforderung definiert als „Erwartung, die festgelegt, üblicherweise vorausgesetzt oder verpflichtend ist“."
Ich habe in meinem Leben bestimmt viele "Fehler" gemacht. Das heißt, ich habe Dinge getan oder gesagt, die ich im Nachhinein bereut habe, Dinge, auf die ich nicht stolz bin, die vielleicht jemanden verletzt, erniedrigt oder benachteiligt haben.
Doch mindestens genauso viele "Fehler" habe ich im Umgang mit mir, in der Sicht auf mich, begangen, mit denen ich mich verletzt, erniedrigt oder benachteiligt habe.
Die Angst vor Ablehnung, Missfallen, vor Kritik und Verlust hat Selbstzweifel in mir ausgelöst, Zweifel an der Berechtigung und Richtigkeit meiner eigenen Standards, Regeln und Ziele. Meine eigenen Erwartungen wurden überschrieben von den Erwartungen anderer, und ich nahm sie als meine an. Offenkundiges Missfallen, tatsächliche Ablehnung und Kritik von außen nährten die Angst, diese Zweifel, und minderten mein Vertrauen in mich, mein Selbstvertrauen.
Wenn ich aber die Definition von Wikipedia zugrunde lege, habe ich Hoffnung. Denn wer legt die Standards, die Regeln, die Ziele für mein Leben fest? Wer hat das Recht, Erwartungen an mich zu stellen? ICH! Einzig und allein ICH!
Klar gibt es Standards und Regeln, die festgeschrieben sind, Gesetze oder die deutsche Rechtschreibung und Grammatik zum Beispiel. Wenn ich diese missachte, begehe ich Fehler. Oder wenn ich die Strickanleitung eines Pullovers nicht genau befolge, ist das Ergebnis fehlerhaft. Aber um solche Fehler geht es in diesem Beitrag nicht.
Ob mein Handeln in meinen Augen fehlerhaft ist oder nicht, hängt einzig von meiner Sicht, meiner Einstellung ab, denn ich bin es, der die Regeln für mein Leben festlegt.
Entsprechen diese Regeln nicht meinen Werten und habe ich zu hohe Erwartungen an mich, ist die Wahrscheinlichkeit ebenfalls höher, dass ich die Anforderung an mich selbst nicht erfüllen kann. Es macht mich unzufrieden, angespannt und unglücklich.
Wenn ich meine Standards, Regeln und Ziele aber nach meinen Bedürfnissen und Bedarfen ausrichte, ich in mich gehe, hineinfühle, mir also intensiv bewusst mache, was ich brauche, und meine Erwartungen an mich entsprechend niedrig ansetze, ist meine "Fehlerquote" ebenfalls entsprechend niedrig. Ich bin zufrieden, gelassen und glücklich!
Ein großer Vorteil für mich ist, dass meine Bedürfnisse nicht festgeschrieben sind, sie sind wandelbar, je nach Stimmung und Befinden. Dementsprechend locker sind auch meine Standards für mein Leben. Sie sind anpassungsfähig, variabel und flexibel.
Das mag schwammig und egoistisch erscheinen, aber zu meinen Bedürfnissen zählt auch, Menschen in meinem Umfeld und darüber hinaus, glücklich zu sehen. Ich helfe gerne, doch zu meinen Bedingungen. Bin ich zufrieden und glücklich, hat das Wirkung auf die Menschen, mit denen ich im Kontakt bin. Es steckt an!
Letztendlich gilt: Jeder Mensch macht "Fehler", doch sie dienen dem Lernen, der Erfahrung, der Entwicklung! "Fehler" sind wichtig!
Auch meine vergangenen "Fehler" gereichen mir heute zum Guten. Ich habe Erfahrungen gesammelt, hatte dadurch Einblicke in Welten, in die nur wenige blicken können. Ich habe dadurch Toleranz, Verständnis und Mitgefühl erlangt, sie haben mich geprägt, aber auch sensibilisiert.
Die Summe aller Erfahrungen, ja, auch aller "Fehler", in meinem ganzen Leben macht mich zu dem, der ich heute bin. Und das ist wirklich gut so!
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